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Eklat vor Anpfiff! Engländer verweigert Handschlag

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Der englische Nationalspieler Djed Spence hat Ghanas Thomas Partey vor dem WM-Spiel in Foxborough (0:0) den Handschlag verweigert.

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England-Profi Djed Spence hat vor dem Spiel gegen Ghana für einen Eklat gesorgt. © Imago

Der englische Nationalspieler Djed Spence hat Ghanas Thomas Partey vor dem WM-Spiel in Foxborough (0:0) den Handschlag verweigert.

Ein Video der Szene verbreitete sich rasch in den Sozialen Netzwerken. Partey hatte das erste Spiel der Ghanaer gegen Panama (1:0) in Toronto verpasst, nachdem ihm aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen die Einreise nach Kanada verwehrt worden war. Die englischen Fans buhten Partey bei dessen erstem WM-Einsatz am Dienstag aus.

Ghana-Coach kritisiert englische Fans

Wenn Partey in der Anfangsphase an den Ball kam, startete das Pfeifkonzert oft von Neuem. Ghanas Trainer Carlos Queiroz erklärte nach dem Spiel am ARD-Mikro: "Leider bringen sie ihre Politik und all diese Themen ins Spiel ein. Es ist unsere Pflicht, das zu ignorieren. Das ist Fussball, das ist Unterhaltung. Aber wir wussten, dass wir von englischen Fans nichts anderes erwarten können."

Er respektiere zwar die englischen Fans. "Aber ich hoffe, dass sie mehr Moral an den Tag legen, in anderen Fragen der Welt, die wichtiger sind als ein einzelner Fussballspieler. Leider sehe ich diese Moral bei englischen Fans nicht, wenn es um andere ernste Probleme in der Welt geht", sagte Queiroz weiter.

Die weiteren England-Profis von Trainer Thomas Tuchel gaben Partey wie üblich die Hand. Linksverteidiger Spence steht bei Tottenham Hotspur unter Vertrag und wurde gegen Ghana in der 66. Minute ausgewechselt.

Partey wegen mutmasslicher Vergewaltigung angeklagt

Partey, ehemaliger Profi des FC Arsenal und jetzt beim FC Villarreal unter Vertrag, war vor einem Jahr von der britischen Staatsanwaltschaft in London wegen mutmasslicher Vergewaltigung in fünf Fällen und eines sexuellen Übergriffs angeklagt worden. Ihm wurde daher die Einreise nach Kanada verwehrt. Der 33-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Die mutmasslichen Straftaten sollen sich zwischen 2021 und 2022 ereignet haben. Im Februar war Partey erneut wegen zweifacher Vergewaltigung angeklagt worden, woraufhin er erneut auf nicht schuldig plädierte.

In die USA durfte Partey regulär einreisen. Die Grenzschutzbehörde hatte erklärt, das Gerichtsverfahren gegen Partey sei den USA bekannt - zum jetzigen Zeitpunkt sei er "jedoch noch nicht wegen einer Straftat verurteilt" worden und habe daher ein Visum erhalten.

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